Wie vor 25 Jahren aus Nolte & Grzeszik die Henke-Sass, Wolf Mikrooptik GmbH wurde

Seit 25 Jahren gehört die Henke-Sass, Wolf Mikrooptik GmbH, ehemals Nolte & Grzeszik GmbH Feinoptische Werkstätten, zur HSW-Gruppe. Zum 1. April 1997 hatte Henke Sass Wolf die Mehrheit an dem Göttinger Optikproduzenten Nolte & Grzeszik GmbH Feinoptische Werkstätten (N&G) übernommen.

Bereits seit 1995 wurden Gespräche geführt, denn schon damals war HSW seit mehreren Jahren der größte Kunde des Zulieferbetriebs. Die Herausforderung bestand zu jener Zeit darin, die rasch wachsenden Anforderungen nach hochauflösender Bildqualität und langer Lebensdauer zu erfüllen. Außerdem wurde ein fähiger Optikproduzent gesucht, um sich unabhängig von externen Lieferanten zu machen.

Gegründet wurde das Unternehmen bereits im Jahr 1966 von den beiden Feinoptikern Edgar Nolte und Gerhard Grzeszik in Göttingen. Die Zusammenarbeit mit HSW begann Anfang der 1990er-Jahre, als ein Probeauftrag vereinbart wurde, bei dem die Qualität der Göttinger Linsen sofort überzeugte. "Unsere Linsen konnten ein deutlich helleres, klareres und schärferes Bild erzeugen als die Linsen, die bisher verwendet wurden", erinnert sich Edgar Nolte in der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen des Unternehmens.

Von diesem Zeitpunkt an wurde HSW zum wichtigsten Partner von Nolte & Grzeszik. Als der Zeitpunkt, in den Ruhestand zu wechseln, näher rückte, begannen die beiden Firmengründer mit der Suche nach einer Nachfolge, die leider erfolglos blieb, sodass das Unternehmen verkauft werden musste. Hierzu wandten sich Nolte und Grzeszik an ihren größten Kunden. Die Idee einer hauseigenen Mikrooptik-Fertigung stieß in Tuttlingen auf Interesse und die damalige Geschäftsführung der Henke-Sass, Wolf GmbH wurde sich mit den beiden Firmengründern schnell einig. Als technischen Leiter konnte mit Bernd Wiese ein Nachfolger gefunden werden, der die Geschicke der Firma für beinahe ein weiteres Vierteljahrhundert entscheidend mitgestalten sollte. Edgar Nolte und Gerhard Grzeszik verließen die Firma zum 31.12.1999.

Seit dem Einstieg von HSW bei Nolte & Grzeszik wuchs das Unternehmen kontinuierlich. Im Jahr 1998 erfolgte deshalb der Umzug in die Göttinger Gustav-Bielefeld-Straße. Mit der Eingliederung in die Firmengruppe wurde zudem mit der Produktion von mikrooptischen Komponenten in den HSW-Standorten in Polen und später auch in China begonnen. Neben den traditionellen Fertigungstechniken wurden erstmals auch hochmoderne CNC-Maschinen eingesetzt. Der Erfolg zeigte sich auch in der stetig steigenden Anzahl der Beschäftigten. Waren 1997 noch 54 Personen bei Nolte & Grzeszik angestellt, so sind es heute mehr als 200 Beschäftigte, die mit ihrem Fachwissen, ihrer Erfahrung und ihren Fähigkeiten im Umgang mit Mikrooptiken die Weiterentwicklung des HSW-Konzerns ermöglichen.

Bedingt durch das rasante Wachstum, war schnell auch die neue Produktiosstätte in Göttingen zu klein, weshalb Gesellschafter Jochen Busch im Jahr 2012 entschied, im Gewerbegebiet AREA 3 in Nörten-Hardenberg, dem heutigen Standort von HSW Mikrooptik, ein Grundstück zu erwerben und einen Neubau im Wert von acht Millionen Euro zu errichten. Im Oktober 2013 konnte dort die CNC-Abteilung mit der Produktion beginnen und zum 10. September 2016 entstand aus dem Unternehmen Nolte & Grzeszik die Henke-Sass, Wolf Mikrooptik GmbH, um die Zugehörigkeit zur Firmengruppe auch über den Unternehmensnamen darzustellen. Auch die Jahre seit dem Umzug nach Nörten-Hardenberg waren geprägt durch Wachstum, Innovationen und Investitionen durch die Gesellschafterfamilie. Ein Beispiel ist der kontinuierliche Ausbau des CNC-Maschinenparks für die Stablinsenfertigung und eine eigene Vergütungsabteilung. Seit mehr als 20 Jahren besteht zudem eine sehr gute Zusammenarbeit mit HSW Polen. Die Tochtergesellschaft ist im Laufe der Jahre ein zuverlässiger und unverzichtbarer Lieferant geworden, deren Qualität der Optiken dem hohen Stand der HSW Mikrooptik entspricht ist.

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Foto des Gebäudes der HSW Mikrooptik in Noerten-Hardenberg.